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Garth Ennis: Die Chroniken von Wormwood
Der alte Sack hier ist Jacko. Jacko ist der erste australische Papst und hat Aids. Deshalb lässt er manchmal einen jungfräulichen Chorknaben an den Haken hängen und erfreut sich an dessen Blut. Das ist nur einer der vielen geschmacklosen Einfälle, mit denen Garth Ennis seine neue Serie Die Chroniken von Wormwood garniert. Darin geht es um Ennis´ Lieblingsthemen: Kirche, Teufel, Gott, Sünde. Und noch nie ist ihm so wenig dazu eingefallen. Der ganze etwas uninspiriert von Jagen Burdows gezeichnete Comic strotz vor pubertären Ekel-Einfällen. Wenn gerade nicht Blut, Eiter oder Samen fließen gibt's Dialoge über das Gute und Böse und warum Gott das zulässt, wie man sie in jeder evangelischen Jugendgruppe am Lagerfeuer hören kann. Wer Gotteslästerung auf höherem Niveau erleben möchte, greife zu Ennis´ Serie The Preacher, die als schöne Sammelausgabe im Hardcover erschienen ist. (Panini, Nettetal 2010, 200 S., SC, 19,95)
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