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EROBERER
Command & Conquer Leo Colovini erobert mit »Alexandros« abstrakt und antik die Welt Alexander war ein großer Held und kommt auch demnächst ins Kino. Hier auf dem Brett startet er in den Trümmern von Troja, so etwa 500 Jahre hinter Hektor. Die Welt ist ein Dreieckraster mit darüber verstreuten Symbolen, und jeder der 1-4 Spieler darf Alexander pro Zug einzweidrei Linien-Stücke die Kreuz oder die Quer schicken. Das ergibt mathematisch den gefürchteten Random-Walk, die Säuferlinie, wo man nie weiß, ob, wo und wie oft sich die Wegstrecken kreuzen werden. Das ist das Prinzip: ist Big Alex einmal irgendwo ganz drumrum getorkelt, ist das eine Provinz, und um solche geht es im Grunde. Zusätzlich zum Alexanderziehen nämlich darf jeder Provinzen besetzen (das kostet eine Stadthalter-Figur und Karten), darin Steuern eintreiben (das bringt Punkte, aber für alle) oder einem Gegner eine Provinz abnehmen (das kostet wieder Karten und Stadthalter). Offensichtlich kommt es darauf an, spätestens dann Steuern zu ziehen, wenn man selbst mehr als wenigstens ein anderer davon profitiert, und das so geschickt zu verteilen, dass man 1 Semester Spieltheorie damit füllen kann. Oder einfach drauf los erorbern, bei schlechtem Kartenglück auf sichere Beute spielen und den historisch belegten Brummschädel Alexander möglichst kleine Kreise laufen lassen. Oder gar bei Nachbars mitten durch die blühende Landschaft, was deren Steuerhebesatz doch arg beschädigt. Sowas garantiert den Sieg nicht, aber der theoretisch interessante Motor, den der Autor angeblich nur wählte, weil Alexander tatsächlich planlos in Asien herumfuhrwerkte, läuft rund und gut genug für mehrere Versuche. Möglichst nach WING Alexandros. Von Leo Colovini. Winning Moves, 2-4 P. Wir empfehlen die überarbeitete sechsseitigen Spielregel, die der Verlag unter www.winning-moves.de bereithält. Oder die Variante gegen Grossgrundbesitzer unter www.hall9000.de/rubriken/spiele/varianten/alexandros_variante.pdf |