Blockers

Das 2007 zunächst nur in Amerika erschienene Blockers galt lange Zeit als Geheimtipp - und wird wohl auch mit seiner deutschen Ausgabe über diesen Status nicht hinauskommen. Die knallbunte Schachtel und der schmucklose Plastikspielplan präsentieren das Spiel optisch weit unter seinem Wert. Schade, denn besonders zu viert und zu fünft kann eine Partie dieses Lege- und Verdrängungsspiels so richtig knistern. Die Regeln sind simpel: Jeder besitzt 28 Plättchen, die entweder eine Zahl, einen Buchstaben oder ein Symbol zeigen. Immer fünf stehen auf der eigenen Ablagebank zur Auswahl, eins wird auf den Spielplan gelegt, ein neues nachgezogen. Buchstaben gehören in Zeilen, Zahlen in Spalten, Symbole in entsprechend markierte Spielplanregionen. Da jede neu begonnene Fläche am Ende einen Minuspunkt zählt, legt man idealerweise alle eigenen Teile zueinander benachbart. Was in der Praxis allerdings kaum gelingt, denn der enge Spielplan bietet nicht sämtlichen Plättchen Platz. Wer anderen Spielern die Verbindungswege abschneidet, im rechten Moment fremde Steine hinauswirft und vor allem ein glückliches Händchen beim Nachziehen besitzt, liegt am Ende vorn. 25 kurzweilige und spannende Minuten dauert eine Partie und beschreibt dabei einen schönen Dramaturgiebogen: Zunächst scheint alles locker zu passen, dann plötzlich gar nichts mehr. Lediglich zu zweit und zu dritt tritt man sich seltener auf die Füße. Hier könnte Blockers mehr Pfeffer oder einen kleineren Spielplan gebrauchen.

-ub-

Blockers von Kory Heath. Amigo, 2-5 P., ca. 20,-