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Eselsbrücke
"Gute-Laune-Garantie" verspricht die Spielschachtel, und sie hat zu 90 Prozent Recht damit. Zunächst der erfreuliche Teil: Eselsbrücke macht aus einer trockenen Memo-Technik ein sehr unterhaltsames Spiel. Wer an der Reihe ist, zieht drei bis fünf Begriffskärtchen aus einem Beutel und verbindet diese Stichworte zu einer möglichst eigenwilligen Geschichte. Auf dieselbe Weise werden reihum immer mehr Storys erzählt, dann folgt die Auflösung: Die verdeckt abgelegten Plättchen einer Geschichte werden gemischt. Jeder bekommt eines zugeteilt und soll sich anhand dieser Gedächtnisstütze an einen der anderen verwendeten Begriffe erinnern. Im Erfolgsfall bringt dies einen Punkt, und wie häufig es gelingt, ist immer wieder verblüffend. Aber vor allem die oft abstrus konstruierten Geschichten machen Spaß. Es fasziniert, mit welchen Gedankengängen andere Spieler ihre Begriffe verknüpfen. Manche Story behält man noch wochenlang im Gedächtnis. Den außerordentlich guten Gesamteindruck vermiesen lediglich die rigiden Spielregeln. Harte Strafen bei Erinnerungslücken und die verhältnismäßig geringe Belohnung für gutes Erzählen bewirken, dass nach manchen Runden ein schlechter Beigeschmack bleibt.
-ub-
Eselsbrücke von Stefan Dorra und Ralf zur Linde. Schmidt, 3-6 P., ca. 25,-
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