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HEIRATSSCHWINDEL
Gen- Baukasten Grosses Chromosomen-Rennen mit der »Familienbande« Stellen wir uns mal vor, wir hießen Mendel, Gregor Mendel, und hätten die Idee mit den Erbsen noch nicht gehabt. Es fiel aber schon auf, dass die umliegenden Fürstengeschlechter beim Durcheinanderheiraten dicke Nasen bei bisher Großohrigen einführten. Oder ein Rotschopf auf einen Vertretungs-Ritter hindeutet. Da setzt die Familienbande-Idee des Italieners Leo Colovini ein. Vererbung für Anfänger. Es gibt 5 Merkmale (Farben), von denen jedem der 2 bis 4 Spieler eines zufällig und geheim in die Wiege gelegt wird. Ausserdem gibt es Spielkarten, auf denen Adlige allerlei Geschlechts abgebildet sind, an denen drei Merkmale etwas ausgebildet sind, oder ein Merkmal dreifach oder was man sonst noch kombinieren kann. 3 Startkarten liegen aus, es wird nachgezogen und abgelegt, und zwar so: eine Karte darf schon auf eine andere, wenn sie nur vom entgegengesetzten Geschlecht ist - das ist eine arrangierte Ehe und bringt keine Punkte; eine Karte darf in die nächste Reihe darunter gelegt werden, wenn ein Paar darüber in seinen 6 Merkmalen jedes der 3 des Nachwuchses hat. Das Kind des Nasen-Königs muss also keine Nase haben, aber ein Elternteil des Mund-Kindes muss dicke Lippen haben, mindestens. So ein Kind bewegt die Gen-Pöppel seiner Merkmals-Farben auf einer Zählleiste nach oben, um so mehr Punkte, je fortgeschrittener die Generation ist. In der 2. Generation darf es bis zu 4 Kinder geben, die sich erneut verheiraten können. In der 2. Generation darf es bis zu 5 Kinder geben, und in der 5. Generation bis zu 7. Die aber dürfen nicht mehr heiraten, stattdessen endet das Spiel mit dem 7. Kind. Jetzt deckt jeder sein Merkmal auf, setzt seinen Gen-Pöppel um Strafpunkte für Handkarten zurück, und wenn die Nase am Ende vorne liegt, gewinnt sie eben. Das ist ein hübschen Rennen mit verdeckten Chancen, das nur auf zwei Beinen hinkt: erstens ist die Rennbahn grässlich unpraktisch, zweitens haut das Nachziehen vom verdeckten Stapel jede Familienplanung in Stücke. Das Problem haben eine Menge Spiele einfach gelöst, in dem man auch eine offene Karte zur Wahl anbietet. Mit diesem kleinen Schutz vor unpassender Mischpoke macht die Familienplanung gleich noch mehr Spass. WING Familienplanung von Leo Colovini. Winning Moves, 2-4 P., ca. 14.- |