STEINZEIT

Es ist ein stahlender Sommertag, 60.000 Jahre vor unserer Zeit. Zwei bis vier Stämme von hölzernen Ureinwohnern brechen auf zum Bären sammeln und Gemüse jagen, Waffen jäten und für Infrastrukturmaßnahmen. Wo immer ein Pöppel landet, da bleibt kein Sechseckplättchen liegen, allmählich grasen wir so reihum alle möglichen Vorräte ab und schränken unsere Bewegungsmöglichkeiten gegenseitig ein. Das ist der Witz des neuen Spiels von Reiner Knizia: Klug Sammeln, möglichst wertvolle Vorräte, aber auch Halsketten etwa, und die Waffen immer vor den Mammuts, sonst zählen die nichts - und unbedingt vier Winterlager vorbereiten, bevor man sich aus Plättchenmangel nicht mehr bewegen kann. In der zweiten Runde, mit mehr Wild und weniger Kulturgegenständen auf neuen Plättchen, verliert der eigene Stamm nämlich Mitglieder, wenn nicht genug Betten gemacht wurden. So wägt man immer und überall ab: Lieber drei schnelle Beeren als einen halben Mammut? Erst kassieren und dann blamieren? Oder dem Gegner die Pfründe zersiedeln? Das funktioniert mit jeder Spielerzahl, ist schnell gelernt und hält auch Wiederholungen aus.

Jäger und Sammler von Reiner Knizia. Amigo, 2-4 P., ca. 25,-