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K2
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Enthusiast sein Hobby zu einem Spiel verarbeitet. Doch während die meisten solcher Versuche kläglich scheitern, gelingt dem Polen Adam Kaluza der Spagat: Sein K2 bietet einen spielerisch spannenden Wettlauf und verbreitet obendrein Bergsteiger-Atmosphäre. Ausgestattet mit je sechs Handkarten aus ihrem persönlichen Satz von 18 Stück erklimmen die Spieler den Gipfel. Drei Karten wählt jeder aus, drei bleiben für den nächsten Zug auf der Hand. Die Karten zeigen Bewegungspunkte, mit denen das eigene Bergsteigerpärchen weiterklettert, oder Akklimatisierungspunkte, um den Gesundheitszustand aufzupäppeln. Das ist immer wieder nötig, denn ab einer Höhe von 6500 Metern kassieren die Bergsteiger regelmäßig Abzüge. Das Errichten eines geschützten Lagerplatzes kann helfen, noch entscheidender ist das Einplanen der Wetterlage: Für sechs Spielrunden im Voraus gibt es eine exakte Prognose, und sofern Schneefall droht, empfiehlt es sich wahrscheinlich, eine Weile im Zelt zu bleiben. Bergsteiger, die sich zu viel vornehmen, können in der Kälte umkommen. Schuld daran kann schlechte Planung sein, ungünstig nachgezogene Karten oder Mitspieler, die absichtlich oder unabsichtlich die Felder für den Abstieg blockieren. Für die Endwertung ist ein Figurenverlust verheerend. Nur die Höhenmeter der Überlebenden werden berücksichtigt. K2 wirkt zunächst taktischer als es sich schlussendlich herausstellt, die Kartenhand gibt die Möglichkeiten doch recht deutlich vor. Die große Stärke des Spiels ist seine schöne Themenumsetzung. -ub- K2 von Adam Kaluza. Rebel / Heidelberger Spieleverlag, 1-5 P., ca. 33,-
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