GOLDIG

Don't fence me in

Bei »Nuggets« gräbt man sich gegenseitig das Geld ab

Die Schachtel ist winzig, der Spaß ist allemal grösser als der erste Spatenstich vermuten lässt und das dann auch noch für 4 Leute auf gerade mal einem 5 mal 8 Felder grossen Brettchen. Auf dem stehen, für Anfänger in einer vorgegebenen Startaufstellung, 8 Goldminen mit Werten zwischen 4 und 8. Wo es was zu holen gibt, weiss jeder immer, nur wie man dran kommt, ist nicht gewiss. Im Prinzip zieht man einfach Zäune. Oder pflanzt einen Besitz-Chip. Reihum werden im freien Land also Claims abgesteckt oder eingesackt, aber immer nur eins von beiden pro Zug. Und alles nicht endgültig, weil jeder Besitz-Chips auf jedes freie Feld legen kann, oder Zäune quer über eigentlich längst umgegrabenes Land ziehen kann. Ziel ist natürlich, auf den Gebieten die meisten Besitz-Chips (genauer: auf deren Rückseite die höchsten Werte) zu haben, in denen die ertragreichsten Goldminen stehen. Was der Gegner, im 4er-Fall: das gegnerische 2er-Team, dadurch zu verhindern sucht, dass einige geheime Einsätze einfach abgezäunt werden; oder die Wahlkreise für den dicksten Fisch nachträglich anders zugeschnitten. Man könnte das kleine Spiel glatt im Herbst noch einmal als Satire raus bringen.

WING

Nuggets von Chriswart Conrad. Winning Moves, 2/4 P., ca. 10.-