Uluru

Ein Streit seiner Kinder um die Sitzplätze am Esstisch diente dem Dänen Lauge Luchau als Inspiration zu Uluru. Statt Kinder zanken hier allerdings Traumvögel, statt um Stühle geht es um Landeplätze rund um den Ayers Rock. Die Kosmos-Redaktion hat das so festgelegt. Australien verkauft sich besser als Esstisch. In der hellblauen Schachtel steckt ein Hektikspiel: Alle gleichzeitig agieren mit ihrem Figurensatz auf ihrem eigenen Brettchen. Für jeden der acht bunten Vögel wird eine Karte aufgedeckt, die bestimmt, wo der Piepmatz platziert werden möchte: Der gelbe mag nicht neben dem roten Vogel sitzen; der rote möchte einen Platz gegenüber vom grünen, der grüne wünscht einen Sitz an der kurzen Seite des Ayers Rock und so weiter. Diese Logikaufgabe findet unter erheblichem Zeitdruck statt. Die Sanduhr läuft nur knapp eine Minute, dann folgt die Auswertung. Jeder Fehler bringt einen Minuspunkt; schon kann die nächste von sechs Runden starten. Wer solitäres Spielen nicht mag, wird auch Uluru nicht mögen. Doch obwohl man mit seinen Mitspielern nicht direkt in Berührung kommt, bleiben sie als Kulisse wichtig: Das Stöhnen, Lachen und die Schadenfreude gehören zum Spielerlebnis dazu. Unbefriedigend ist, dass manche Rätsel nicht aufgehen, und auch die Kartensymbole scheinen nicht optimal gewählt und werden gelegentlich verwechselt. Für 30 schnelle, spaßige Minuten Puzzelei passt Uluru aber gut. Es enthält eine frische Idee und sieht sehr attraktiv aus.

-ub-

Uluru von Lauge Luchau. Kosmos, 1-5 P., ca. 32,-