BAUMEISTER (II)

Ums Eck gedacht

»Arkadia« hat vor allem ein drolliges Wertungssystem

Wir bauen eine Stadt. Das geschieht mit verschieden großen Gebäude-Plättchen, die eine unterschiedliche Anzahl von Feldern in unterschiedlichen Formen abdecken. Auf einem leider etwas langweilig gestalteten Spielplan legt man diese Plättchen um ein Kastell herum. Sobald ein Gebäude-Plättchen mit Arbeitern oder benachbarten Plättchen umschlossen ist, wird gewertet. Die Aktions-Karten entscheiden, welche der vier Farben dem jeweiligen Gebäude zugeordnet werden. In dieser Farbe erhält der Spieler seine Farb-"Siegel". Jedes gewertete Gebäude berechtigt, eine Farbmarkierung auf das "Kastell" zu legen. Die Anzahl der Farbmarkierungen bestimmt den Wert der gleichfarbigen Siegel. Liegt viel Rot offen auf dem Kastell, sind die roten Siegel besonders viel wert und es gibt viel Gold. Der Wert der Siegel schwankt somit beständig. Das klingt komplizierter als es ist (und wird in der Anleitung noch viel komplizierter beschrieben). Die Baumeister von Arkadia ist ein leidlich taktisches Spiel, in dem man nicht richtig vorausplanen kann, da bei vier Spielern die Konstellationen schnell wechseln (zu zweit ist es eher fad). Letztlich legt man Kärtchen verschiedener Formen aneinander, deren Wertung sich ständig ändert. Das ist drollig, mit viel Plastiknippes und Pappkärtchen ausgestattet und nett illustriert. Es sieht aber nach mehr Denkarbeit aus als es wirklich erfordert.

Alex Coutts

Die Baumeister von Arkadia von Rüdiger Dorn. Für 2-4 P., Ravensburger, ca. 30,-