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ALT-ÄGYPTISCH
Stufen zum Ruhm In »Sakkara« fängt das Pyramiden-Bauen an Jahrhunderte vor den großen Klötzen von Gizeh bauten ganz alte Ägypter schon Stufen-Pyramiden in Sakkara. Die waren kleiner und hatten keine schrägen, verputzen Seitenflächen, sondern sahen eher aus wie Trittleitern zum Himmel. Im Zwei-Personen-Spiel Sakkara geht es darum, als erster so eine dreistufige Pyramide aus Papp-Plättchen zusammenzubauen. Die liegen auf einem gemeinsamen Spielfeld und tragen allerlei Hieroglyphen-Symbole. Je zwei Arbeiter-Pöppel laufen auf dem Feld herum und sammeln das Material ein. Man braucht verschiedene Stein-Sorten, Schiffe, Getreide und einige Sonder-Plättchen zum Bau der drei Pyramiden-Ebenen. Man kann aber auch bestimmte Plättchen-Kombinationen als Zaubersprüche verwenden, um damit mehr Plättchen im Feld aufzunehmen oder dem Gegner welche abzunehmen. Ohne Zaubern kriegt man nie genug Material, so dass ein Witz darin besteht, geschickt nicht zu bauen, um später mehr bauen zu können. Ein zweiter ist, dass sich das Material-Feld ständig ändert. Zaubersprüche räumen etwa ganze Reihen ab oder verschieben einen Plättchen-Stapel, dabei abgelegte Plättchen decken lukrative Beute-Steine zu, andererseits kann der Gegner sie später selbst aufnehmen ... jede Planung kann so im nächsten Zug schon Makulatur sein. Wenn aber die eigenen Arbeiter richtig stehen, haben sie dafür neue Chancen. Dass birgt manch' taktischen Reiz. Ein großer Nachteil ist, dass Bauen und Zaubern nicht intuitiv abgehen. Ständig muss man in einer Tabelle nachgucken, welche Hieroglyphe was bewirkt. Erst nach mehreren Partien stellt sich ein Gefühl für den Mechanismus ein. Außerdem fehlt eine Übersicht, wie viele Plättchen es von jeder Sorte eigentlich gibt. Davon abgesehen macht Sakkara Spaß genug, um sich zu fragen, warum es eigentlich kein Mehr-Personen-Spiel geworden ist. WING Sakkara. Von Manfred Grabmeier. 2 P., Kosmos-Spiele |