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BETH HART
My California Mascot Records / Rough Trade
| Ihre stimmliche Vielseitigkeit war immer ihr Trumpf. Mal kreischte Beth Hart wie Janis Joplin, dann schnurrte sie in Soul-Manier, zeigte sich als Pop-Sirene oder ließ mit Samtballaden Steine erweichen. Auf ihrem 6. Album beschränkt sich die Amerikanerin, die längst ein Superstar wäre, hätten nicht Alkohol und Selbstzerstörung ihre Karriere in eine Berg- und Talfahrt verwandelt, auf Pop und Rock. Anders als zuvor hat sie das Gros der Songs nicht allein komponiert, sondern mit ihrem Produzenten Rune Westberg. Die Texte, Geschichten über ihre Jugend in Kalifornien, Probleme mit den Eltern, über den Drogentod der Schwester und Suchtprobleme sind schonungslos offen und hätten bessere Musik verdient, als die zumeist biederen Rock- und Popnummern. Aber es gibt auch Lichtblicke wie das grandiose, auf Stimme und sphärische Gitarren reduzierte Titelstück und drei berührende Pianoballaden, die Erinnerungen an Harts Klassiker "Leave The Light On" wecken. Volkard Steinbach
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