MT. DESOLATION
Mt. Desolation
Cherry Tree / Universal

Die Idee zu Mt. Desolation kam Tim Rice-Oxley, seines Zeichens Sänger und Songschreiber von Keane, mit seinem Tourbassisten Jesse Quin in einem Pub in Dublin nach Verköstigung etlicher Whiskeys. So alkoholselig wie man jetzt annehmen könnte, ist das erste Album des Keane-Seitenprojekts allerdings nicht ausgefallen. Und eine reine Country-Platte, wie ursprünglich geplant, ist die mit Hilfe des Drummers Ronnie Vannucci (Killers), des Violinisten Tom Hobden (Noah & The Whale) sowie des Banjospielers Winston Marshall (Mumford And Sons) eingespielte Songsammlung auch nicht. Vielmehr navigieren Mt. Desolation zwischen fröhlichen Folknummern, melancholischen Balladen, gepflegtem Blues und flottem Rockabilly. Und der hymnische Piano-Pop, wie man ihn von Keane kennt, fehlt ebenfalls nicht. Dank feiner akustischer Arrangements, vielseitiger Rhythmen, abwechslungsreichem Gesang - Oxley und Quin wechseln sich ab - und einiger tief berührender Songs sollte die neue britische Supergroup nicht nur Keane-Anhängern gefallen!
Volkard Steinbach