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DONOTS
The Long Way Home Solitary Man / Indigo
| War "Coma Chamäleon" von 2008 so etwas wie der trotzige Befreiungsschlag in Sachen Band-Autonomie, so wird auf dem 8. Album des Ibbenbürener Quintetts entspannt mit allerlei neuen Soundideen herumprobiert. Das beginnt mächtig opulent: "Changes" mit ausladenden Gitarren im Breitwand-Format scheint die ganze Welt umarmen zu wollen und stellt mit nonchalentem Selbstbewußtsein fest: "We`re getting better day by day - this is not the End." Im nahtlosen Anschluß dann die catchy Singleauskopplung "Calling", deren ungemein melodischer Refrain im 80er-Klangdesign auf ewig im Ohr haften bleibt. Auch "Forever Ends Today" atmet wavige Retroluft. Beim treibenden "Dead Man Walking" darf Gitarrist Guido Donot mal ran ans Mikro, um seiner Rancid-Liebe rotzigen Ausdruck zu verleihen - die Tuba im Mittelteil kontakariert die rüde Punk-Attitüde ganz hervorragend. Die herrlich pathetische Schlußnummer "Parade Of One" bildet in epischen fünf Minuten ab, welchen Karriereluxus man sich im Jahre 2010 zu leisten gedenkt: Die Donots machen einfach mal nur, wozu sie Lust haben ... herzlich willkommen zu Hause! Frank Möller
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