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CHARLOTTE GAINSBOURG
Irm Warner
| "IRM" ist die französische Abkürzung für Kernspintomographie. Wegen einer Gehirnblutung musste sich Charlotte Gainsbourg dieser Untersuchung unterziehen. Eine Grenzerfahrung zwischen Leben und Tod, die mit diesem Album künstlerisch verarbeitet wird. Prägten auf dem Vorgänger "5.55" noch die perlenden Piano-Kaskaden und Elektronik-Tupfer von Air das Geschehen, so hat diesmal Beck Hansen als Songschreiber, Arrangeur und Produzent die Dinge in die Hand genommen. Herausgekommen ist eine Vielfalt, wie wir sie auch von Becks eigenen Platten kennen, oder von Charlottes Vater, Serge Gainsbourg, der immer noch grosse Schatten auch auf "IRM" wirft. Eine Vielfalt, die zwischen zartem Folkgeflüster, Psychedelic-Ausflügen, hübschen Marimba-Einlagen, dunklen Klavierakkorden und orchestralem Sixties-Pop stattfindet und reizvolle Kontraste zu Charlottes fragiler Stimme bildet. Richtig Freude kommt auf bei der typischen Beck'schen Rumpel-Pop-Nummer "Heaven Can Wait", auf der der Meister selbst mit schluffiger Stimme zu hören ist. Ein schön verhangenes Popalbum, das auch im New York der späten 60er hätte entstehen können. Johnny Lipps
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