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ADAM GREEN
Minor Love Rough Trade Records / Indigo
| Wozu Trennungen nicht alles gut sein können. Im Fall des Adam Green hat die Scheidung von Ehefrau Loribeth Capella zu einem neuen Album geführt, das ihm die Möglichkeit gibt, seine diversen Talente als Songschreiber, Sänger und Entertainer neu zu bündeln. Wobei "neu" nicht ganz richtig ist, denn manche der leichtgewichtigen Refrains und der mit wimmernder Orgel und schräger Tuba skurril tönenden Arrangements erinnern an seine Zeit als Sänger der Anti-Folk-Band Moldy Peaches. Zudem trifft man Green - etwa bei "Give Them A Token" und "Boss Inside" - einmal mehr in seiner beliebten Rolle als Crooner alter Schule. Allerdings: schwer betroffen von der Trennung scheint er nicht zu sein. Statt leidend, lässt er eher lakonisch und augenzwinkernd in schunkeligen Folksongs, simplen Lagerfeuer- und Country-Balladen sowie fidelen Vaudeville-Nummern die Kräche, Diskussionen und Irritationen seiner Beziehung Revue passieren. Den Mann wirft halt so leicht nichts aus der Bahn. Er bleibt cool - nein, nicht so wie Dean Martin, eher wie Lou Reed, dem er bei "What Makes Him Act So Bad" sogar stimmlich ganz nahe kommt. Volkard Steinbach
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