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KARNIVOOL
Sound Awake Columbia / Sony
| Fans progressiv angehauchter Bands wie Tool, Dredg, Dream Theater, Opeth oder auch Porcupine Tree sollten dieses australische Quintett mal auf ihre Artrock-Playlist setzen. Karnivool werkeln auf handwerklich höchstem Niveau, die Songs klingen weder künstlich, noch konstruiert oder gar seelenlos. Nach dem Debüt "Themata" (2007) schafft die Band aus down under den entscheidenden Quantensprung in Sachen Songqualität und reizt dabei mit stolzen 72 Minuten Spielzeit die CD-Kapazität fast komplett aus. Selbst bei episch ausufernden Songs wie "New Day" oder "Deadman", die längenmäßig locker an der 10-Minuten-Grenze kratzen, bleiben die kompositorischen Spannungsbögen nachvollziehbar, stimmig und sehr atmosphärisch. Kurz und knapp geht aber auch: "Set Fire To The Hive" kommt rauhbeinig rockend rüber, während "All I Know" von harmonischen Melodiebögen beherrscht wird. Auch wenn die jungen Musiker aus Perth zuweilen charmant aus gut vier Jahrzehnten Progrock-Geschichte zitieren, dieses vitale Zweitwerk klingt frisch und vielversprechend! Frank Möller
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