LINKIN PARK
A Thousand Suns
Warner Music

Selbst eingefleischte Fans sollten sich nicht davon blenden lassen, dass "A Thousand Suns" den Sprung an die Spitze der Albumcharts aus dem Stand schaffte. Gleich zwei Intros (eines davon zitiert den Nuklearforscher Robert Oppenheimer zum Thema Atomwaffen) eröffnen langatmig ein 45-minütiges Trauerspiel. Den Aufbruch zu unbekannten Klangufern hatten Chester Bennington, Mike Shinoda & Co. vollmundig im Vorfeld angekündigt - was wir jedoch zu hören bekommen, ist uninspirierter Leerlauf und schnarchige Langeweile. Schmalbrüstige U2-Anleihen, holprige Hip Hop-Breaks und nichtssagende Ambient-Soundscapes gipfeln bei "The Catalyst" in peinlichem Eurodance-Gehopse. Übel! Dass sich Edelproducer Rick Rubin bereit erklärt hat, einen solchen Mist (mit) zu produzieren, bleibt ein Rätsel. Schade um die riesige Anzahl verschwendeter Silberlinge...
Frank Möller