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PATRICE
One Urban / Universal
| Patrice wird gern in die Reggae-Schublade gesteckt, doch die war ihm schon immer zu eng. Soul, Pop, Hip Hop, Reggae - seine Musik bewegt sich dazwischen und will sich nicht festlegen. Ganze vier Lieder dauert es auf der neuen Scheibe, bis sich zum ersten Mal ein Offbeat unter seine charakteristische Stimme legt. Gut, bei Songs wie dem Ska-verdächtigen "Ten Man Down" hört man ihm den Bob Marley an, "Nobody Else's" bietet dubbiges Futter für den Reggae-Head, aber das war's dann auch schon fast. Ansonsten präsentiert sich Patrice als vielseitig interessierter und wandelbarer Musiker, der keine Scheu vor Streichern und großen Popgesten hat. Das Album beginnt mit einer Ballade im Kinoformat, geht dann in ein fett produziertes Cover des Nina Simone-Klassikers "Ain't Got No (I Got Life)" über und bietet mit der Single-Auskopplung "Walking Alone" das nächste großformatig komponierte Stück mit opulenten Streichern. Minimalistische Drums bei "Kingfish", das treibende "Wiggle & Rock" oder das rein akustisch instrumentierte "Nothing Better" unterstreichen: hier ist ein erwachsener Pop-Künstler am Werk. Johannes Wallat
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