TRICKY
Mixed Race
Domino / Goodtogo

Der Albumtitel ist durchaus mit Absicht gewählt. Wie Adrian Thaws alias Tricky im Presseinfo erzählt, bewegt er sich schon sein ganzes Leben lang zwischen unterschiedlichen Kulturen. Das Mit- und Nebeneinander verschiedener Einflüsse und Stile spiegelt sich auch in den Songs seines 9. Studioalbums wider, das der Trip Hop-Pionier wieder einmal mit diversen Sängerinnen und Sängern aufgenommen hat - darunter seine derzeitige Muse Franky Riley, die auf 6 von 10 Titeln zu hören ist. Außerdem sind Primal Screams Bobby Gillespie, Terry Lynn, der nordafrikanische Vokalist Hakim Hamadouche, Blackman sowie Marlon Thaws (Trickys Bruder) dabei, wenn der Meister seinen bunten Klangteppich aus Pop, Electro, Dance, Hip Hop, Glam-Rock, Psychdelia, Soul, Chanson, Blues, Rock, Jazz und arabischer Musik knüpft. Wie wunderbar die verschiedenen Zutaten miteinander harmonieren, zeigt exemplarisch die erste Single "Murder Weapon", eine Coverversion eines Echo Minott-Songs, in dem lässiger Karibikpop auf das populäre Gitarren-Riff aus dem "Peter Gunn Theme" von Henri Mancini trifft. Darauf muss man erstmal kommen. Brillant!
Volkard Steinbach