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FLEET FOXES
Helplessness Blues Bella Union / Universal
| Nach dem Sensationserfolg ihres 2. Albums, das im UK die Platinmarke durchbrach, schicken die Fleet Foxes endlich ein neues Werk ins Rennen. "Helplessness Blues" bleibt dem oft imitierten vielstimmigen Barock-Folk mit 60ies-Charme des Vorgängers treu. Im Mittelpunkt traditionell klingender Folksongs, leichtfüßiger Hymnen und bezirzender Hippie-Chants jubiliert wieder chorknabengleich der Sänger und Songwriter Robin Pecknold, eingebettet in die frohlockenden, zu komplexen himmlischen Chören arrangierten Stimmen seiner Kollegen. Inmitten einer sparsamen, gleichwohl wirkungsvollen akustischen Instrumentierung mit dominanter 12-saitiger Gitarre tänzelt ab und an eine Geige, seufzen Steel-Gitarren, erklingen Zither, Flöte, Tamboura, Vibraphon und Dulcimer. Bei aller Folk-Herrlichkeit offenbaren die Fleet Foxes in der an Crosby Stills Nash & Young erinnernden Suite "The Plainsbitter Dancer" und in der gut acht Minuten langen, in einer Free-Jazz-Einlage gipfelnden Prog-Folk-Oper "The Shrinean Argument" eine überraschende geheimnisvolle, dunkel-psychedelische Seite. Und auch die einfache Lagerfeuer-Ballade "Bluespotted Tail" zeigt, dass die Band aus Seattle durchaus willens ist, ihren immens erfolgreichen Sound in neue Dimensionen zu führen. Volkard Steinbach
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