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INCUBUS
A Crow Left Of The Murder ... Epic / Sony Music
| Dank George Bush haben auch Incubus den Schritt zu wütendem Protest vollzogen. Songs wie die unter vollen Rocksegeln kreuzende Single "Megalomaniac", das nicht minder voll in die Fresse hauende "Pistola" und die Überwachungsstaat-Vision "Talk Shows On Mute" sind Kinder des Zorns. Kaum auszudenken, was passieren würde, wenn Frontmann Brandon Boyd statt seinem Mikro eine Pumpgun in den Hände hielte. Gleichwohl: Die politische Haltung steht der kalifornischen Band, die früher immer etwas zu sauber und Sunnyboy-haft wirkte, gut zu Gesicht. Und auch musikalisch sind Incubus gereift. Sie sind mal post-grungig, mal punkinfiziert, mal metallisch hart, mal wie bei "Priceless" schräg und funky in bester Chili Peppers-Manier. Selbst vor Hendrix'schem Gitarrengegniedel schrecken sie nicht zurück. Besonders gelungen neben den gewohnt prägnanten Melodien sind die Balladen von körniger Schwere, wie sie Alice In Chains oder Pearl Jam in ihren besten Tagen kreierten. Und nie sang Boyd so emphatisch auf den Spuren Jello Biafras und Johnny Rottens wie bei dem im Walzerrhythmus schlingernden "Zee Deveel". Volkard Steinbach |