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DEAR READER
Idealistic Animals Cityslang / Universal
| Schon auf ihrem Debüt "Replace Why With Funny" mangelte es Cherilyn McNeil nicht an Ideen. Und auch beim 2. Album, das die südafrikanische Sängerin, Songschreiberin und Pianistin ohne ihren Kreativpartner und Produzenten Darryl Torr aufgenommen hat, schöpft die Neuberlinerin aus dem Vollen. Neben mal sphärischen, mal balladesken, mal harmonisch eleganten, gleichwohl oft komplex mit allerlei Brüchen und Wendungen aufwartenden Kompositionen und abgründigen Texten gehen vor allem die Arrangements mit Oboen, Fagotten, Waldhörnern, Geigen, Trompeten und Chören weit über das Pop-übliche hinaus. Dennoch: Trotz aller klanglichen Dramatik und Opulenz, handelt es sich dank Cherilyns glasklarer Stimme und ihrem Talent für griffige Melodien noch immer um Pop. Allerdings kann man diese 11 nach Tiergattungen benannten Songs mit ihren Prog-Folk-Momenten, Americana-Anklängen, Tom-Waits' schen Schunkelsounds und fantasievollen Spieldosen-Kauzereien auch als große Kunst anpreisen. Prädikat: besonders wertvoll. Volkard Steinbach
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