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LAURA GIBSON
La Grande City Slang / Universal
| Dass Laura Gibson nicht irgendeine "Caféhaus-Sängerin" ist, die intime Seiten ihres Tagebuchs vertont, hat sie schon auf ihren ersten beiden Alben eindrucksvoll bewiesen. Zu Recht gehört die Songwriterin zur Creme der an Talenten wirklich nicht armen Musikerszene von Portland, Oregon. Auf "La Grande", das sie mit Musikern wie Joey Burns (Calexico) oder Jenny Conlee (Decemberists) eingespielt hat, zeigt Laura Gibson nun weitere Facetten ihrer Songwriterkunst, in der Klangerforschungen mit diversen Americana-Genres, Dark-Folk- und Indierock-Elementen zusammentreffen. Gleich das Titelstück fasziniert mit gespenstischem Western-Gitarren-Twang, hypnotischer Perkussion und Lauras leicht verfremdeter Stimme, die an alte Schellackplatten erinnert. In der Folge wechseln schemenhaft Stile, Tempi und Klanglandschaften. Laura summt, säuselt und flüstert feenhaft zu zarten Akustikgitarren und Melodica-Klängen, polternden Beats und exotischen Geigentönen, flirtet mit Bossa-Rhythmen, singt unschuldige Kinderliedermelodien und Songs, die zugleich uralt und zeitlos erscheinen. Mehr von solchen Platten - und 2012 wird großartig! Volkard Steinbach
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