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KORN
The Path Of Totality Roadrunner / Warner
| Sagen wir's mal so: Besonders relevant waren Korn nach ihrem NuMetal-Höhenflug Mitte der 90er wirklich nicht mehr. Sänger Jonathan Davis und seine Drama-Metaller verloren sich in plakativen Seeleneinblicken, der Hype um das US-Quartett verblaßte. Den Ausweg aus dieser Krise zeigt nun das 10. Studiowerk: Das Update Korn 2.0 klingt überraschend unverbraucht, anders und frisch. Hat man sich erst einmal an die sich wie ein roter Faden durch das Werk ziehenden Dubstep-, Industrial- und Electronicaklänge gewöhnt, so entfaltet Davis' manisches Organ in Kombination mit tiefergestimmten Gitarren und einer nach wie vor düsteren Grundstimmung neue Blickwinkel auf die Band. Die Fremdeinflüsse von externen Remixern wie Skrillex, Kill The Noise oder Excisian stehen klanglich absolut im Vordergrund und man kann sich fragen, welchen soundmäßigen Anteil hier Korn überhaupt noch haben. Wenn aber überzeugende Songs wie "Narcissistic Cannibal", "Let's Go" oder auch "Get Up!" dabei rumkommen, geht das jedoch völlig in Ordnung. Frank Möller
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