THE SHINS
Port Of Morrow
Columbia / Sony Music

Was hat es nur mit der Faszination und Brillanz dieser Band auf sich? Denn die Shins sind eigentlich ein Muster an zurückgenommener Unauffälligkeit, stilistisch harmloser Indie-Pop mit strahlenden Gitarren, subtilen Arrangements und der in Maßen exaltierten Stimme James Mercers. Bands wie diese gibt's Dutzende? Eben nicht. Denn selbst wenn ein Album wie "Port Of Morrow" beim ersten Hören als angenehme Hintergrundbeschallung durchrauschen sollte, hakt sich da doch etwas fest, wird man beim mehrmaligen Hören mit neuen kleinen Details belohnt und endet schließlich mit einem neuen Freund, der bleibt. Mehr "Chutes To Marrow" als "Wincing The Night Away", bietet das neue Album 10 Hits der unauffälligen Sorte für den gepflegten Indie-Freund. Und wenn man die durchgestylte Gediegenheit von Stücken wie "Fall Of '82" hört, möchte man fast von den Steely Dan des Alternative-Pop reden.
Karl Koch