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ANNA TERNHEIM
The Night Visitor Universal
| Nach einigen allzu glatten Pop-Produktionen hatte man die schwedische Sängerin und Songwriterin fast schon abgeschrieben. Seit dem symbolhaften Erwerb einer ramponierten Vintage-Gibson-Gitarre aus den 1930ern schreibt Anna Ternheim jedoch wieder Songs für die Ewigkeit. Mit einem guten Dutzend neuer Lieder reiste die Schwedin nach Nashville, um dort ihr 4. Album aufzunehmen. Das klingt nun trotzdem nicht nach dem typischen Sound des Country-Mekkas, sondern nach "Americana" in Vollendung. Die Songs und Balladen sind bestrickend schön, die Melodien zeitlos, die akustischen Arrangements mit Mandoline, Akkordeon, Cello, Violine, Flöte und leisem Schlagzeug makellos wie auch Annas Stimme, ihr Gitarrenspiel, das nie besser tönte, und ihre melancholisch-nachdenklichen Texte. Dass das schönste Stück des Albums, das kongeniale Duett mit dem Musiker und Produzenten Dave Ferguson (Johnny Cash, U2) "The Longer The Waiting, The Sweeter The Kiss", nicht aus Anna Ternheims Feder, sondern von einem gewissen Pat McLaughlin stammt, schmälert natürlich ihre Leistung als Songschreiberin in keinster Weise. Volkard Steinbach
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