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ST. VINCENT
Strange Mercy 4ad / Indigo
| Annie Clarke, die sich um mögliche Verwechslungen zu vermeiden, den Künstlernamen St. Vincent zugelegt hat, ist keine "gewöhnliche" Singer/Songwriterin. Vielmehr kann man die 28-jährige Texanerin, die Mitglied von The Polyphonic Spree war, mit David Byrne und Bon Iver zusammengearbeitet hat und zur Tourband von Sufjan Stevens gehörte, als Avantgarde-Pop-Künstlerin bezeichnen. Zumindest passt das Etikett auf ihr neues komplexes Album, das anders als der barocke Vorgänger "Actor" und das am Laptop entstandene Debüt "Marry Me" von kaleidoskop-artigen Soundscapes, Wechseln zwischen sphärischen, disharmonischen und harschen Klangbildern sowie von Bläsern, Streichern, Synthies und E-Gitarren sowie robusten Rhythmen geprägt ist. Wenn man nach Vergleichen für diese seltsam anmutenden Elektro-Trance- und Progpop-Songs sucht, in denen St. Vincent mit hoher Sirenenstimme von der Suche nach Erlösung und Befreiung von Schmerzen singt, dann fällt einem nur Kate Bush ein, die manchmal ähnlich mysteriöse Klang- und Songphantasien geschaffen hat. Volkard Steinbach
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