THE BEASTS OF BOURBON
Little Animals
Albert Productions / Cargo

Die Biester sind zurück! Nach 10 Jahren gibt's ein neues Album der legendären australischen Band, Nachfolger des halbgaren "Gone", auf dem ex-New-Christs-Gitarrist Charlie Owen den Scientists-Gründer Kim Salmon ablöste. An Owen lag es nicht, dass das Album gegenüber den Klassikern "Sour Mash", "Black Milk" und "The Low Road" so abgefiel. Die Songs waren nicht gut, auch wenn sonst die typische Bier- und Whiskey-getränkte Mischung aus schmutzigem Garagenkrach, rohem Bluesrock und mutiertem Country stimmte. Da gefallen die 10 Songs von "Little Animals" weit besser, zudem rockt die Band auf den Punkt wie in ihren besten Zeiten. Tex Perkins, der manische Frontmann, grollt über Sex, Drogen, Gewalt und versoffene Underdogs mit einer kaputten Stimme wie Cave, Cale und Waits in einer Person. Die Gitarren schreddern, kreischen und zerren, darunter rollt ein Rumpelbeat. Einfach Klasse, ganz gleich, ob's wie übelgelaunte Stones klingt, auf Krawall gebürstet ist wie AC/DC, manisch tönt wie Nick Cave auf Speed oder verletzlich wie im melancholischen Titelstück.
Volkard Steinbach