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BJÖRN BERGE
I'm The Antipop Skycap Records / Rough Trade
| Ob da wohl auf irgend einer Ebene des Pop-Universums gerade ein winziges Blues-Revival stattfindet? Eine Rückkehr des Einzelgitarren-Fußstampf-Blues-Urviechs à la früher John Lee Hooker, Robert Johnson, et al? Zumindest ist nach Seasick Steve nun auch Björn Berge, die norwegische Dampframme unter den Slidegitarristen, mit seinem achten Album am Start. Darauf finden sich seine Lieblingssongs, persönlich umgedeutet. Depeche Modes "Dream On" wird zur filigranen Etüde im Stil von Leo Kottke, "Suck My Kiss" zum Delta-Blues-Feger. Auch Black Sabbath, Primus und Led Zeppelin müssen dran glauben, denn bei aller Virtuosität ist Berge kein wirklich einprägsamer Stilist, seine Singstimme oft ein nur halbwegs okayes Geknödel. Starker Muckerverdacht haftet dem ganzen an, und den wilden Brutalo-Explosionen eines Seasick Steve ungefähr so nah, wie ein europäischer Musikstudent dem Baumwollsack des Mississippi-Pflückers. Karl Koch |