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BILL CALLAHAN
Woke On A Whaleheart Drag City / Rough Trade
| Unter dem Bandnamen Smog hat Callahan über die Jahre ein Dutzend Alben aufgenommen, die ihn als introvertiert depressiven Stubenhocker zeigen. Unter eigenem Namen erfindet sich der Sänger mit der männlich sonoren Stimme jetzt zwar nicht völlig neu, aber so aufgeräumt, beinahe fröhlich und experimentierfreudig hat man ihn noch nie gehört. Zugegeben: Einige Songs wie das traumhafte Pianostück "Night" und der an Lambchops getragene Americana-Epen erinnernde Einstieg "From The Rivers" hätten auch gut zu Smog gepasst. Aber das Gros der Songs ist anders: Von unbeschwertem Indierock über kühlen Kunstpop á la Bowies "Lodger" bis hin zu witzigen Saloon-Liedern erlaubt sich Callahan manche unerwartete Wendung. Weniger verblüffend ist indes sein Talent, zu Sphagetti-Western-Gitarren den Lee Hazlewood zu geben. Tatsächlich hat er als Sänger das Zeug dazu, den guten Lee zu beerben. Fragt sich nur, wer seine Nancy Sinatra sein wird? Volkard Steinbach |