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WIR SIND HELDEN
Soundso Emi
| Die Band, die uns alle versteht, ist wieder da. Nach Babypause jetzt also das dritte Album der freundlichen Berliner. Auch bei "Soundso" mag man über Sinn oder Unsinn der Helden-Lyrik streiten - manches ist purer Quatsch ("Ode An Die Arbeit"), anderes einfach nur platt ("Labyrinth") -, musikalisch jedenfalls sucht die Band nach Neuem. Tatsächlich dauert es einige Zeit, bis man mit "Kaputt" und "The Geek" auf die lieb gewonnenen, typisch heldenhaften Gitarrenpophymnen trifft. Ansonsten bietet die Band mit erstaunlicher Unbekümmertheit ein Potpourri von kühl bowieesken Funk bis hin zu akustischem Songwriterpop. Dazwischen finden sich noch ein von Rosenstolz inspiriertes Liebeslied-Duett mit Tele-Sänger Francesco Wilking, ein Rocker mit 70er-Bratzgitarre und nervigem Sprechgesang, zackiger Wave in Neo-Britrock-Manier und eine elektronische Fingerübung. Auch wenn nicht alles gelungen ist, besteht dennoch kein Grund, dass Judith Holofernes und Co den Titel des nachdenklichen Albumfinales "Lass Uns Verschwinden" in die Tat umsetzen. Volkard Steinbach |