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INTERPOL
Our Love To Admire Emi
| Der Sommer hat gerade erst angefangen ... und schon wird musikalisch der Herbst eingeläutet. Auch auf ihrem dritten Album klingen die New Yorker mit ihren bittersüßen Postpunk-Umarmungen in Moll wie die Reinkarnation britischer Bands, die in den 80ern Popmusik in gedeckten Farben malten. Früher wurden Interpol deshalb gerne mit Joy Division verglichen, was aber längst keine Berechtigung mehr hat, auch wenn Sänger Paul Banks vom dunkel mysteriösen Opener "Pioneer To The Falls" bis zum opulenten Finale "The Lighthouse" wie Ian Curtis die Verzweiflung und Verletzlichkeit des sensiblen jungen Mannes in den Stimmbändern vibrieren lässt. Bei allem unüberhörbaren Pathos und einer eigenartigen Selbststilisierung, den Reiz magischer Melodien lernt er doch mehr und mehr zu schätzen. Deshalb und wegen der atmosphärisch dichten, vielseitigen Gitarrensounds sowie diverser Flirts mit dem zackig, hektischen Vokabular aktueller Britrock-Bands wirken Interpol längst nicht mehr so düster wie in ihren Anfangstagen. Aber Sommermusik klingt anders. Volkard Steinbach |