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KANTE
Kante Plays Rhythmus Berlin Labels / Emi
| Ganz dicht am Puls der Metropole: In Zusammenarbeit mit Opernregisseur Jan Dvorak haben Kante eine Art Adaption des Dokumentarfilms "Berlin - Sinfonie einer Großstadt" aus dem Jahr 1927 verfasst. Dass für diese "Auftragsarbeit" eine Hamburger Band ausgewählt wurde, verwundert auf den ersten Blick. Aber da mag die Position des von außen Betrachtenden eine Rolle gespielt haben. Berlin, seit jeher eine Einwandererstadt, wird in diesem Soundtrack mit Blues, Folk, Chanson und Film Noir- oder Revue-Atmosphäre aufgeladen. Frivoles Cabaret, die Einsamkeit in der Menge, die ständige Veränderung der Metropole, all das ist heute so aktuell wie vor 80 Jahren. Verblüffend die Direktheit, mit der Kante sich dem Thema nähern. Da kommt einem der frühe Tom Waits in den Sinn, Kurt Weill, sowie neuere Blumfeld-Stücke, Dylan, oder die französische Chanson-Tradition. Angenehm, dass die Band sich hier nicht am Berliner Pop orientiert. Also keine Neubauten, kein Techno oder Wohnzimmerelektro. Kantes Berlin hat andere Wurzeln. Johnny Lipps |