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NAS
Hip Hop Is Dead Def Jam / Universal
| Der Tod eines Genres wird von seinen Gralshütern gerne alle paar Jahre wieder verkündet. Nach Rock, Punk und Techno soll also der verfettete Geldesel namens Hip Hop ins Gras beißen. Dass ausgerechnet Nas, der begnadete, doch seit dem "Illmatic"-Debüt erfolglose MC das behauptet, verwundert nicht. Denn der Storyteller aus Queens scheitert schon lange beim Spagat zwischen Straßenpoesie und Billboard-Charts. Leider ist auch sein siebtes Album wieder ein Gemischtwarenladen, der niemand so recht befriedigt. Zwar rast der bedrohliche Titeltrack dank Apache-Break und "In-A-Gadda-Da-Vida"-Sample im Höllengalopp quer durchs Genre. Doch dann steuert der eindringlich rappende Nas mit Kelis und Kanye West allzu seichte Gefilde an. Sei es das Duett mit dem überpräsenten Snoop Dogg, ein einfallsloser Dr. Dre-Beat oder die pathetische Kollabo mit Jay Z - hier werden ständig neue Spielwiesen für einen MC eröffnet, der das schlicht nicht nötig hat. Der harte Kern seiner Fans spricht in Online-Foren längst Tacheles: Fürs nächste Album soll bitte DJ Premier als Produzent ran. Einfach Beats, Cuts und Nas - und sonst nix. Frank Krings |