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DER TANTE RENATE
Simplex Audiolith
| Irgendwo zwischen grandiosem Weltrettungs-Remmi-Demmi und einfallslosem Krawallelektroterrorimus kann Der Tante Renate verortet werden. Bekannt ist ja, dass Artisten aus dem Hamburger Hause "Audiolith" mitunter Bestleistungen ablegen, was elektrisierende Liveperformance angeht. Dazu darf man auch die gute Renate zählen, die ihrem Publikum nicht nur im Zusammenspiel mit Kollege Plemo, sondern auch solo zeigt, wo der Partysoundhammer hängt. Hier liegt denn auch das Problem von "Simplex": während das mit Verve vorgetragene Soundgewitter im Club gut funktioniert, klingt Renates Album wie sein Titel, nämlich nach simplen Klangversatzstücken aus der Konservendose. Einen konsequenten Spannungsbogen entwickelt das Album nicht. Mag vielleicht der ein oder andere Song geeignet sein, sich nach Feierabend das Oberstübchen frei von Verkalkung zu pusten, so bleibt die Gesamtschau doch eher blass. Das soll "Simplex" jedoch nicht die Daseinsberechtigung absprechen: auf der WG-Party kurz vor hell kommt dieses Album sicher gut. David Knollmann
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