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SPOON
Gimme Fiction Matador / Indigo
| Als die Texaner 1996 ihr Debüt veröffentlichten, feierten Kritiker die Gitarrenpop-Band, wobei als Vergleiche Namen wie Ray Davies, Paul Weller, Thurston Moore, Colin Newman, Pixies und Pavement fielen. Das Publikum indes brauchte länger, um Spoon zu entdecken. Erst das Jahr 2002 brachte den Durchbruch und bescherte der Gruppe aus Austin auch hierzulande Aufmerksamkeit für ihre Musik, die auch auf dem neuen Album an alles Mögliche erinnert. Der Opener etwa zitiert die psychedelische Seite der Beatles, "I Turn My Camera On" erinnert an Prince, "My Mathematical Mind" ist Robbie Williams, verhackstückt von Oasis, "Sister Jack" klingt nach einem Indierock-Lennon und "Was It You" folgt dem akademischen Reißbrett-Pop von Wire. Letztlich ist es ihr rauer Charme, der die Band auszeichnet und auf kantige Sounds und böse Verzerrungen setzt. Seltsam, aber gut! Volkard Steinbach |