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STARS
Our Bedroom After The War City Slang / Rough Trade
| Die Kanadier haben sich mit ihrem fünften Album, das mit der Dramaturgie eines bewegenden Filmepos abläuft, selbst übertroffen. Damit stehen sie nun auf Augenhöhe mit ihren Landsleuten von Arcade Fire, mit denen sie wegen ihrer opulent-schwelgerischen Arrangements und dem hinreißenden Mann-Frau-Gesang (Torquil Campbell/Amy Millan) gerne verglichen werden. Als wollten sie diesen Vergleich bestätigen, startet das Album mit einem Arcade Fire-ähnlichen Instrumental samt drängender Orgel. Damit beginnt ein stilistisch vielfältiger Songreigen, der wie eine Lehrstunde in Sachen perfekter Pop erscheint. Von Electro- bis Girlpop, von cleveren Wave-Kapriolen bis zu bissigem Britrock á la Kaiser Chiefs, von bittersüßen Streicher-Balladen, für die ein James Blunt wieder in den Krieg ziehen würde, bis zu coolen Loungeklängen und einer schwülen Steely Dan-trifft-Scissor Sisters-Nummer reiht sich eine musikalische Großtat an die nächste. Das sind 13 große, hinreißende Songs, die die Welt besser machen - wenn auch nur für 55 Minuten und 43 Sekunden. Volkard Steinbach |