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TRAVIS
The Boy With No Name Sony / Bmg
| Keine Frage: An wunderhübschen Popmelodien bestand zuletzt kein Mangel. Dank Snow Patrol, Death Cab For Cutie, The Shins und Someone Still Loves You Boris Yeltsin. Aber gleich mit dem Opener des neuen Album von Travis spürt man, wie sehr uns die Schotten und ihre melancholischen Betrachtungen zur Vergänglich- und Vergeblichkeit der Liebe gefehlt haben. In Sachen zarter Gitarrenpop mit schwärmerischem Gesang und traumhaften Melodien waren und sind Travis kaum schlagbar. Und "The Boy With No Name" ist randvoll mit dieser speziellen Sorte Pop. Tatsächlich weiß man gar nicht, welchen Song man besonders herauspicken soll - das mit hoher flehender Stimme gesungene "Closer", das von Streichern umspülte "Big Chair", die fulminante Hymne "My Eyes" oder das betörende, mit Glöckchen verzierte "Out In Space" - sie alle klingen so herzergreifend wie die Klassiker von Fran Healy und Co. Einzig "Selfish Jean", ein kleines Sixties-Beat-Juwel, und das gefährlich nah am Tralala gebaute "Battleships" fallen aus dem Rahmen. Pop für Romantiker. Volkard Steinbach |