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WARREN ZEVON
The Wind Ryko / Zomba
| Vor einigen Wochen starb Warren Zevon 56jährig in L.A. - ein Jahr, nachdem bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wurde. Die letzten Monate nutzte der Sänger und Songschreiber für sein finales Album, bei dem ihm namhafte Freunde und Kollegen zur Seite standen, darunter Bruce Springsteen, Emmylou Harris, Ry Cooder, T-Bone Burnett, David Lindley, Dwight Yoakam und natürlich Jackson Browne, der schon Zevons 70er Debüt produzierte. Zwar konnte der Sänger mit der rauen Stimme nach drei Monaten kaum noch arbeiten, aber davon merkt man fast nichts. Warren Zevon mischt wie in seinen besten Tagen kernigen Rock und Blues mit ergreifenden Balladen, singt von Partys, die die ganze Nacht andauern, von Unordnung im Haus und dem schmutzigen Leben in schmutzigen Zeiten. Aber trotz aller Business-as-usual-Versuche bleibt ein trauriger Nachhall, etwa beim Schlusswort "Keep Me In Your Heart" und seiner Version von "Knocking On Heavens Doors", die nicht wie erwartet sentimental und kitschig, sondern nur schrecklich realistisch klingt. Die Lücke, die Warren Zevon hinterlässt, ist nicht zu schließen. Volkard Steinbach |