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NICK CAVE & THE BAD SEEDS
Dig Lazarus Dig Mute / Emi
| Nachdem Nick Cave den Blues seines Doppelalbums "Abattoir Blues/Lyre Of Orpheus" mit dem Garagen-Rock-Projekt Grinderman abgeschüttelt und anschließend noch einen atmosphärisch dichten Soundtrack komponiert hat, folgt nun ein - wie der Australier selbst anführt - "Blutsturz aus Worten und Ideen." Diese von der Bibel bis Homer, von Freud bis zur aktuellen Weltlage inspirierten Parabeln finden ihren Widerhall in stilistisch vielseitigen Songs von schroffem 70er Rock bis zu bedrohlichen Soundphantasien. Der Künstler im Ringen mit den eigenen Dämonen: So kennt man Cave seit über zwei Jahrzehnten. Auch der böse Lärm von "Albert Goes West" und das mit wütender Intensität gesungen/gesprochene "We Call Upon The Author" verursachen willkommene Deja-Vus, sorgen die Songs doch wie seinerzeit "Deanna" und "The Mercy Seat" für fiebriges Kribbeln. Überhaupt: "Dig Lazarus Dig" zeigt Nick Cave in seinem ureigenen Element. Selbst die Rolle des großen Crooners - wir erinnern uns an "Ship Song" oder "Into My Arms" - bleibt mit "Jesus On The Moon" und "Hold On To Yourself" nicht unbesetzt. Auf den Mann ist halt Verlass. Volkard Steinbach |