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COUNTING CROWS
Saturday Nights & Sunday Mornings Geffen / Universal
| Von der Konkurrenz in San Franciscos Musikszene wurden sie nach ihrem Erfolg mit dem Übersong "Mr. Jones" schief angesehen. Der Gitarrenrock der Counting Crows ist wenig spektakulär, "nur" handwerklich gut gemacht, gleichwohl dank ihres emphatisch intonierenden Sängers, dessen kehliges Knödeln an Eddie Vedder erinnert, von hohem Wiedererkennungswert. Auch 15 Jahre nach ihrem von T. Bone Burnett produzierten, sieben Millionen mal verkauften Debüt "August & Everything After" hat die Band wenig an ihrem Stil geändert. Die erste Hälfte des neuen Albums - den Sünden der Nacht gewidmet - bietet kernigen, altmodischen Rock mit bluesigen Untertönen und langen Gitarrensoli - in etwa das, was Green On Red in den späten 80ern ähnlich oder besser gemacht haben. In der zweiten Hälfte - den "Sunday Mornings" - packen die Kalifornier dann die Akustikgitarren aus, flirten mit Folk und dylanesken Visionen und klingen plötzlich wie eine großartige Americana-Band. Aber ganz gleich ob Rock oder Singer/Songwriter-Kunst, Adam Duritz singt immer als ginge es um sein Seelenheil. Respekt! Volkard Steinbach
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