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THE CURE
4:13 Dream Universal
| Es hat nun doch etwas länger gedauert mit dem neuen Cure-Album, für dessen Produktion sogar eine Nordamerika-Tour abgesagt werden musste. Das angekündigte Doppelalbum ist es auch nicht geworden, "nur" 13 Songs verteilt auf knapp 60 Minuten. Wirklich Neues erwartet niemand von Robert Smith und Co., aber zumindest ist es den Briten gelungen, Altes und Bewährtes so aufzubereiten, dass die nach wie vor große Fangemeinde zufrieden gestellt wird. Einiges zeigt zumindest den Hauch von Anderssein, etwa die Reduzierung der Keyboardeinlagen oder der epische Auftakt "Underneath The Stars", der, obwohl an die "Desintegration"-Phase angelehnt, doch mehr Ambient- und Postrock als typisch Cure ist. Und eine kleine schmutzige Rock-Fingerübung wie "Freakshow" hat man von The Cure in der Vergangenheit auch nicht oft gehört. Ansonsten dominiert Smith das Geschehen emphatischem Jammergesang, halten sich Moll- und Dur-Töne, melancholische Düster-Balladen, 80er Wave-Rock und psychedelische Spielereien mit Wah Wah-Effekten und kühl hallenden Gitarrenriffs die Waage. Wer sich nach diversen Momenten gepflegter Langeweile und dem apokalyptischen Gothrock-Finale "It's Over" an Tiefpunkte in der Cure-Discographie wie "Wild Mood Swings" erinnert, weiß, es hätte auch schlimmer kommen können. Volkard Steinbach |