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FOALS
Antidotes Warner Music
| Wenn es dieser Tage im Tanzbein juckt oder das Augenlid mal krankhaft zuckt, dann hört der musikaffine hypeorientierte Hipster sicher Foals. Das Quintett aus Oxford/UK bündelt auf seinem Debüt Dancepunk, Wave und Minimal-Techno zum frisch klingenden, polyrhythmischen Album. Hier wird klug neu konstruiert, was in seinen Einzelteilen nur ein mildes Gähnen hervorruft: facettenreiche Perkussions- und Bassarbeit, dezidiert und glasklar gezupftes Gitarrenspiel und die Liebe zu überraschenden Tempiwechseln. Dabei nehmen die Herren der Zupffraktion ihr Handwerk gar derart ernst, dass man das Instrument der Wahl unmittelbar unter die Achsel spannt. Leitmotivisch geht es auf "Antidotes" um Tennis sowie das Spiel mit kryptisch anmutenden Textfetzen. Das alles ist zwar intelligent ausgetüftelt und professionell ausgeführt, wirkt aber oft recht steril, was es schwer macht, einen dauerhaften emotionalen Zugang zum Sound der Briten zu finden. David Knollmann |