DREI GLORREICHE HALUNKEN
urbane märchen
Trottoirpoesie / Universal

Über diese Trottoirpoesie schwärmt der Deutschlandfunk: "Hip Hop für Männer, die weinen können." Und Eins Live behauptet: "Rap für die Generation 30-plus!" Ultimo meint eher: "Pissoirpoesie für die Tonne." Sicher, es mag in London oder New York auch Slampoeten geben, die rappen können. Aber die drei Halunken aus Berlins Spelunken gehören sicher nicht dazu. Denn unter verqueren Titeln wie "Urbane Zeit" oder "Waage Der Wahrheit" verhaspeln sie sich aufs Allerplatteste: "Wenn Lügen kurze Beine haben - dann dürfen Politiker gar keine Beine mehr haben." Oh my god. Und die Musik? Die klingt, als hätte sich Dieter Bohlen an "anspruchsvoller" Kammermusik versucht. Also ein unglaublich kitschiges Gestreiche und Geklimper, das Melancholie mit Sentimentalität verwechselt. Aber vielleicht ist das alles nur eine Satire auf die Slam-Poetry-Szene? Woll'n wir's hoffen...
Frank Krings