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HOLY FUCK
Lp Xl / Indigo
| Lärm, Lärm, Lärm! Zwei Jungs aus Toronto lieben es, diesen Lärm auf ihren Konzerten mit kruder Brachialität zu improvisieren. Dann bleiben meist halbtaube, aber faszinierte und glückliche Menschen zurück, so erzählt man. Holy Fuck, die kanadische Band mit dem eingängigen Namen, hat nun den unmöglichen Versuch unternommen, ihren Sound in das enge Korsett einer Langspielplatte zu zwängen. Ein LoFi-Experiment in Sachen Krautrock, New Wave, wilder Perkussionsarbeit und elektronisch-synthetischer Erlebnismusik. Oder, um es mit den Worten der Band zu sagen: "Find something in the trash ... plug it in". Dass Holy Fucks "LP" nur funktioniert, wenn man mit einem gewissen Hang zum verqueren Krach ausgestattet ist, versteht sich von selbst. Dann aber sind Songs wie "Lovely Allen" oder "Royal Gregory" glücklich machende Klangmonster, die der Omi von nebenan bei Maximallautstärke die dritten Zähne aus dem Mund wuppen. David Knollmann |