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FIFTY CENT
Get Rich Or Die Tryin' Shady / Interscope
| Jetzt hat es der New Yorker Eckensteher, Drogendealer und Mixtape-Gelegenheitsrapper also endlich geschafft: Eminem, sein großer Fan und Entdecker, zerrt ihn aus dem Underground und nimmt zusammen mit Dr. Dre sein Debüt auf. Und das erreicht in den US-Charts aus dem Stand Platz 1! Bereits der bedrohlich vor sich hinwalzende Ohrwurm-Hit "In Da Club" macht klar: Wenn 50 Cent sein von Schusswunden entstelltes Lächeln aufsetzt und mit verächtlicher I-don't-give-a-fuck-Attitüde losrappt, ist Schluss mit lustig. In Tracks wie "Blood Hound" oder "Gotta Make It To Heaven" nimmt er seine eigene Ermordung schonmal vorweg. Motto: Lieber jung und reich sterben, als in Armut alt werden. Passend dazu hat Dr. Dre düstere Synthie-Soundschleifen gebastelt, die in ihrer kalten Trostlosigkeit bei jedem anderen Rapper wohl nur langweilen würden. Zu 50 Cents zynischer, aber doch recht packender Attitude passt das ganz hervorragend. Hip Hop für Amokläufer-im-Geiste und Fans, denen Gangsta-Rap gar nicht "real" genug sein kann. Frank Krings
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