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BETH HART
37 Days Universal
| Mitte der 90er schaffte es Beth Hart fast in den Rock-Olymp. Ihr Hang zur Selbstzerstörung verhinderte jedoch, dass sie nach ihrem Hit "L.A. Song" zum Star avancierte. Glücklicherweise hat die Sängerin und Songschreiberin inzwischen ihr Suchtproblem überwunden. Die einzige Droge, die sie sich noch gönnt, sind Konzerte. Ganz gleich, ob sie am Piano herzzerreißende Seelenschau in Balladenform betreibt oder mit ihrer Band zwischen Blues- und Heavy-Rock Vollgas gibt, ob sie schreit oder flüstert, Beth Hart auf der Bühne ist ein Ereignis. Auf ihrer letzten CD indes war trotz guter Songs von dieser Energie nur ein laues Lüftchen zu spüren. Zu sehr hatten die Produzenten versucht, sie auf Pop-Chanteuse zu trimmen. Ganz anders tönt "37 Days", das inhaltlich noch einmal die Berg- und Talfahrt ihres Lebens Revue passieren lässt. Kompromisslos und bar aller Studio-Tricks zeigt sich Beth Hart, wie man sie von der Bühne kennt: Authentisch, rau, wütend, herzlich und in jedem Moment absolut hinreißend. Volkard Steinbach
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