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FAUST
C'est Com... Com... Complique Bureau B / Indigo
| Von allen Krautrock-Helden waren Faust immer die schwierigsten. Keine richtungsweisende Monotonie wie bei Neu!, keine niedlichen Melodien wie bei Kraftwerk, kein zwingender Drogen-Groove wie bei Can. Stattdessen: Lärm und Improvisation, mäandernde Sounds ohne klare Dramaturgie, dadaistische französische Texte. Oder kurz: Geglücktes, inspiriertes Gelärme und nervendes Hippie-Gedudel liegen oft dicht beieinander. Auf dieser Platte: Schlimmes Obertongesinge auf "Stimmen", dann aber fieser, nihilistischer Prä-Punk, der in einem fulminanten Finale inkl. bombastischem Klassik-Loop endet ("Bonjour Gioacchino"). Hübsch: die Pop-Miniatur "Lass Mich", toll auch der Opener, der erkennen lässt, warum Sonic Youth Faust zu ihren Vorbildern zählten, eine irrlichternde Gitarre und ein treibender Schellenkranz rufen zum Aufbruch, doch dann zieht die Schwerkraft den Song nach unten. Produziert hat Tobias Levin, der aber statt Wohlklang auf schroffe Unmittelbarkeit setzt. Karl Koch
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