JAMIE T
Kings And Queens
Virgin / Emi

Jene jugendlich überschnappende Stimme, die nie genug von dem ganzen irren Zeug bekommt, das die Welt bereithält, die hat er immer noch, der Jamie T. Fast könnte man ihn den englischen Asher Roth nennen. Denn auch wenn er sich von The Clash, Americana und anderem Gitarrenkram beeinflusst zeigt, ist es doch ein hip-hoppiges Samplingbewußtsein, aus jedweder Musik das Beste herauszuholen, das seine Musik regiert. So ist diese Platte ein echter Bastard aus allem, was Jamie T gut findet. Und sie ist sogar richtig gut produziert - dem Stadion würde also, zumindest in England, nichts im Wege stehen. Wenn, ja wenn die zwingenden Melodien hier nicht ein wenig fehlen würden. Da hilft auch die nette Double-Dutch-Soulnummer "Chaka Demus" nicht. Bei aller Sympathie also: insgesamt eher mittelgut, Ende des Jahres schon wieder vergessen.
Karl Koch